Liebe Leseratten,
es kommt doch sicher ab und zu mal vor, daß euch ein Buch inhaltlich oder stilistisch (oder beides) so derart gegen den Strich geht, daß ihr es nach einer Weile beiseite legt und nicht mehr weiterlest? Falls ihr über diese Erfahrung bloggen wollt, hat der Autor John Asht große Neuigkeiten für euch: Ihr seid unwürdig! Einfach so und ohne seine Erlaubnis eine Meinung haben? Und die auch noch äußern? Ja wo kämen wir denn da hin!? Sowas dürfen nur echte Literaturkritiker! Und auch die nur dann, wenn sie das Buch komplett gelesen haben, die Rezension in einem Print-Medium erscheint (einige gibt’s ja erstaunlicherweise tatsächlich noch) und… natürlich wohlwollend ausfällt.
Doch wehe, wenn ihr euer Mißfallen bloggt. Dann habt ihr vielleicht bald einen Anwalt an der Backe, zumindest aber einen Verleger, der euch mal die Welt erklärt, jaaaha! Denn Mißfallen, und dann auch noch in einem privaten Blog geäußert, kann ja nur bedeuten, daß ihr euch mit irgendwelchen kriminellen Subjekten verschworen habt, um dem Autor eins auszuwischen und sein Buch vom Markt zu fegen, jawohl!
Ihr wußtet noch gar nicht, daß ihr und euer kleines Blog so mächtig seid?
Dann fragt mal Barbra Streisand. ^^
Sehen wir es Herrn Asht nach, daß er nicht mit der deutschen Verfassung und dem Paragraphen zur Meinungsfreiheit vertraut ist. Wahrscheinlich ist er so viel mit Schreiben beschäftigt, daß für die politische Bildung nicht mehr viel Zeit bleibt. Aber wir merken uns auf alle Fälle: John Asht schreibt nur für echte Literaturkritiker, die auch was in der Zeitung erzählen dürfen. Alle anderen sind eh zu doof. Blogger wie wir sowieso.
Aber kaufen sollen wir seine Bücher natürlich trotzdem. Denn von dem bißchen Umsatz, den die paar Figuren generieren, denen er eine Meinungsäußerung zugesteht, könnte er nicht leben. Oft genug kriegen die ihre Exemplare ja auch noch gratis.
Pecunia non olet. Soviel weiß er ja nun doch, der Herr Asht.
Noch Fragen? ^^
Aua, aua - wie verpeilt muss man denn f?r so eine Nummer sein?
Gerade auf Facebook auf folgenden Passus aufmerksam gemacht worden:
“Vielleicht sollte ihnen die Krankenkasse eine Therapie bezahlen: eine Kur in lieblichen Gefilden, wo es reale Jungs gibt, die ihnen besorgend beibringen, worum es in diesem Leben ?berhaupt geht.”
Im Postskriptum von http://john-asht.blogspot.com/2012/01/literatur-kriminalitat-im-internet.html
Das kann man durchaus als impliziten Aufruf zur Vergewaltigung verstehen…
@Graugr?ngelb und Lars: Den Typen finde ich primitiv wie nur sonstwas. Widerlich.
Jaaaa, ich hab mich auch schon weggeschmissen- und herzhaft gelacht *gg*
LG,
Katrin
Asht scheint ?hnlich schief gewickelt zu sein wie dieser Pizzab?cker, der aus ?rger ?ber eine schlechte Bewertung im Internet den entsprechenden Kunden gekidnappt und bedroht hat. *g*
http://www.hna.de/nachrichten/landkreis-goettingen/goettingen/pizzabaecker-muss-knast-1561624.html
Hast du das eigentlich weiter verfolgt? Inzwischen behauptet der Herr ja, dass der Blogeintrag ge?ndert worden sei. Merkw?rdige Wahrnehmung der Realit?t, scheint mir.
Viele nette Links gibt es ?brigens in den zahlreichen Kommentaren bei Florian:
http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/01/john-asht-und-die-organisierte-literaturkriminalitat-im-internet.php
Nun ja, _seinen_ Blogeintrag hat er seitdem ca. dr?lfzigtausendmal ge?ndert. Wohl wann immer ihm aus den ausw?rtigen Kommentaren klar wurde, da? er selbst kurz davor stehen k?nnte, verklagt zu werden. *g* (Es haben aber gen?gend Leute Screenshots vom alten Stand der Dinge gemacht.)
Aber der Eintrag mit der eigentlichen Kritik hat sich meines Erachtens nicht ge?ndert. Myriel ver?ffenticht nur keine neuen Kommentare mehr.
Zum Thema Asht erlaube ich mir, auf unsere Februarausgabe hinzuweisen. Die hat die Titelgeschichte “DIE REZIMAFIA” und besch?ftigt sich exakt mit diesem Fall. Das Sch?ne: der Download kostet nix. ![]()
http://www.fandomobserver.de/2012/02/fo272/
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