Mein Name steht schon darunter.
Die folgende, hervorragende Petition findet sich seit heute auf dem Server des deutschen Bundestages:
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Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Homöopathie aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen wird. Die Streichung soll so lange fortbestehen, bis eine Wirksamkeit dieser pseudowissenschaftlichen Methode nachgewiesen wird.
Begründung
Es gibt bisher keine nachgewiesene Wirkung von homöopathischen Medikamenten; es gibt keinen medizinischen Nutzen. Durch eine bevorzugte Erstbehandlung mit homöopathischen Mitteln kommt es zu Krankheitsverläufen, die anschließend mit einem erhöhten Aufwand an wissenschaftlicher Medizinversorgung ausgeglichen werden müssen. Die Kostenübernahme verursacht überflüssige Ausgaben, die gespart werden können.
Sämtliche Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen haben ein Anrecht, dass die gezahlten Beiträge effizient und wirkungsvoll eingesetzt werden. Die Kostenübernahme spiegelt dagegen eine von den Krankenkassen anerkannte medizinische Wirksamkeit vor, da sie diese auch bezahlen. Dies wurde bisher aber noch nie nachgewiesen.
Die Homöopathie ist in vielen Ländern u.a. aufgrund aufgeführter Begründungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen worden.
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(via http://blog.esowatch.com/?p=1861)
Ich hoffe, es finden sich zahlreiche Mitzeichner für diese Petition. Nicht nur, um den Kassensolidargemeinschaften viel rausgeschmissenes Geld zu ersparen, sondern auch, um Homöopathieanhängern deutlich zu machen, daß diese Art der “Behandlung” bestenfalls Augenwischerei und schlimmstenfalls der Grund für irreparable gesundheitliche Schädigungen ist. Nämlich dann, wenn der Placebo-Effekt der Homöopathie eben nicht mehr ausreicht, um den Patienten zu helfen, die Wartezeit bis zur Selbstheilung zu überbrücken. Wenn nämlich eine Heilung ohne erprobte und allgemein anerkannte Methoden gar nicht zu erwarten ist.
Sorry, aber da setze ich meinen Hermann nicht drunter…
Bei meinem Sohn (inzwischen 8 Wochen alt) hat Homöopathie super gegen seine starke Neugeborenengelbsucht geholfen.
Also - auch wenn die Mittelchen nicht bei jedem helfen und es evtl. nur ein Placebo-Effekt ist - streichen sollte man die Leistungen daher nicht gleich.
Warum bist du dieser Auffassung?
Unter anderem deshalb, weil schon Kinder gestorben sind oder bleibende Schäden davongetragen haben, weil die Eltern zu lange an diese Placebos geglaubt haben. Hier mal ein Link zu meiner eigenen Petition vom Frühjahr:
Homöopathie wird gerne in den Fällen verschrieben, die sowieso früher oder später von selbst ausheilen. Das ist in 80 bis 90% aller Krankheiten/Verletzungen der Fall. Das zeitliche Zusammenfallen zwischen Heilung und Globuligabe wird dann aber gerne als kausaler Zusammenhang betrachtet. Der Homöopath bildet sich (oder redet dem Patienten) ein, der Schulmedizin ein Schnippchen geschlagen zu haben und die Patienten vergehen in Ehrfurcht vor so einem tollen Heilmittel ohne Nebenwirkungen. Typischer Fall von “post hoc ergo propter hoc”.
Ich gehe mal davon aus, daß Ihr bei dem tollen Wetter der letzten Wochen mit Eurem Sohn auch viel draußen unterwegs wart? UV-Licht hilft immer noch am gegen diese Gelbsucht. Das muß nicht mal die direkte Sonneneinstrahlung sein. Wie schnell sich die Gelbfärbung dann zurückbilden kann, habe ich bei meinen eigenen beiden Kindern erlebt.
Placebos über die Solidargemeinschaft zu finanzieren ist darüberhinaus unethisch, eben weil dem Patienten vorgegaukelt wird, er bekäme ein tatsächlich wirksames Mittel. Langfristig kann ich doch keinem Arzt vertrauen, der mich entweder wissentlich verschaukelt - meine Beschwerden also gar nicht wirklich ernst nimmt - oder mir unwissentlich Zeugs ohne Wirkstoffe verpaßt.