<< Voriger Eintrag     |     Nächster Eintrag >>

Muskelkater

Hujeh, das ist ja, als ob einem jemand die Kraft mit dem Strohhalm aus den Muskeln saugen würde! Freitag und Samstag habe ich mich abgestrampelt, heute geht es weiter, und der Muskelkater breitet sich immer weiter aus. Allerdings glaube ich nicht, daß die Samstagskurse auf die Dauer etwas für mich sind. Der Trainer nuschelt furchtbar, trainiert fast nur die Beine und spielt dazu noch eine ziemlich abartige Musik (Umpf, umpf, umpf - nur Rhythmus, ohne Melodie. Nix für mich.) Aber sonst sind Aerobics & Co. eine tolle Sache! grin

Was haben wir am Wochenende sonst noch so gemacht? Einkaufen, Kino (MIB 2 - längst nicht so gut wie der erste, aber stellenweise ganz amüsant), Wein getrunken, Asterix geschaut, Lampen montiert, die Wohnung gesaugt, Reibekuchen gemacht und, last but not least: Ein Besuch in Warner Brothers Movie World. Von allen Attraktionen dort waren das Bermuda Dreieck, die Wildwest-Achterbahn und “The Wild Bunch” die besten. Im Bermuda-Dreieck, einer Boots-Achterbahn, wird man nach einer Steigung fast kopfüber ins Wasser katapultiert, dabei klatschnass - und zudem auch noch aus dem Stockdunklen heraus fotografiert! Die Fotos, die dabei herauskommen, sind wirklich sehenswert, allerdings mit über 6 Euro pro Abzug auch völlig überteuert. Wir haben uns unseres kurz auf dem Bildschirm angesehen, eine Runde darüber gelacht und sind dann weitergegangen. Die Wildwest-Achterbahn ist tatsächlich im Westen des Parks angesiedelt und in der Tat ziemlich wild. “The Wild Bunch” ist einfach unbeschreiblich. Da hat man noch nicht einmal mehr Zeit zum Luftholen, geschweige denn zum Schreien! wink

Schreien könnte ich manchmal auch über mich selbst. Da hatten wir gestern so einen schönen Tag in der Movie-World, und mir fällt abends nichts besseres ein als schlechte Laune zu bekommen, weil Marc nach dem Ausflug noch die am Samstag gekauften Lampen montieren wollte. Es hat mich einfach tierisch genervt, daß ausgerechnet der Abend eines so schönen Tages durch Hausarbeit verdorben werden sollte. Nach dem Bohren in Abstellkammer und Arbeitszimmer befand sich natürlich anschließend ein Haufen Dreck und Staub überall, also war es mit dem Lampenaufhängen nicht getan, sondern es mußte danach auch noch komplett gestaubsaugt werden, dann die Werkzeuge usw. aufräumen, dann kochen, zwischendurch essen, noch Wäsche aufhängen, dann die Betten neu überziehen—und um 23:30 hatten wir endlich wieder Ruhe. Das alles klingt vielleicht nicht gerade wie ein Weltuntergang, aber der Abend dieses vorher so schönen Tages war einfach kaputt, zerrissen, wie ein stinknormaler Alltag. Es kam mir vor, als hätte man mir etwas Wertvolles gestohlen. Und da bin ich dann sauer geworden. Ich hasse es einfach, wenn kein einziger Tag in der Woche von Arbeit befreit bleibt, wenn sich überall Stress und Alltag einschleichen, obwohl man die Arbeiten auch locker auf einen anderen Tag verschieben könnte, auf einen, der ohnehin schon im Eimer ist und um den es nicht weiter schade wäre. Aber Marc hat’s mit den Lampen nur gut gemeint und meine schlechte Laune war ungerecht. Ich habe mich natürlich entschuldigt und ihm gesagt, daß es mir leid tut, aber ich weiß nicht, ob ich das nächste Mal nicht vielleicht doch wieder so reagieren werde, obwohl ich es eigentlich gar nicht will.

Name:

E-Mail:

URL:

Smileys

Über Folgekommentare informieren?

Sicherheitsabfrage: Bitte gib die Lösung der Aufgabe ein.

10 - 2 = ...

 

Seite 1 von 1 Seiten

Rubriken

      

Archiv