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Ode an eine Handtasche

OK, der Titel ist mißverständlich. Denn die Betonung liegt auf “eine”.

Vor ein paar Wochen hat meine Handtasche nach Jahren guter Dienste leider den Geist bzw. ihren Gurt aufgegeben. Ich gehöre aber zu der offenbar seltenen Spezies Frau, die zu jedem gegebenen Zeitpunkt nur eine einzige Handtasche besitzt. Da kommt alles rein, was man fürs Überleben mit zwei Kindern im Großstadtdschungel so braucht, und dann wird diese Tasche benutzt, bis sie eben auseinanderfällt. Das ist dann der Zeitpunkt, an dem ich buchstäblich alternativlos bin und mir eine neue besorgen muß. Aber bitte nur eine!

Taschen farblich passend zur Bluse und ähnliche Spielchen sind nicht mein Ding. Den gesamten Inhalt immer wieder hin- und herräumen zu müssen, wäre mir ein Greuel. Handtaschenwechsel ist ungefähr so nervig wie ein Haushalts-Umzug für mich. Überspitzt könnte man es auch Heimatverlust nennen. ^^ Bis ich mich im Dunkel der Unterteilungen wieder blind zurechtfinde, vergehen gut und gerne ein bis zwei Wochen. Taschenkauf ist also eine Pflichtübung - kein Spaß.

Trotzdem habe ich sie schon jetzt sehr gerne, meine Neue. Die übrigens gleichzeitig meine allererste waschechte Wickeltasche ist. Jetzt, wo die Kinder größer sind, kann man sich sowas ja mal gönnen. *g*

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