Overkill
Vorweg: Sorry, ich habe keine Lust, die ganzen genannten Dienste in diesem Blogeintrag mit den passenden Links zu versehen. Sucht sie Euch bitte selber raus.
Bisher dachte ich eigentlich, mich trotz meines verhältnismäßig hohen Alters zur Web-Generation zählen zu können. Ich habe schon vor der Jahrtausendwende mit Melody auf ICQ gechattet - noch bevor der Typ mit dem roten Plüschrest auf dem Kopf wußte, wie man eine Mailadresse einrichtet. (Zu dem Zeitpunkt besaß ich schon meine erste eigene Domain…) Ich habe mit Word unter Win 3.11 herumgespielt und mir aus den generierten Dokumenten HTML beigebracht, als hinter Netscape noch ein 2.x stand. Ich habe Webseiten gebastelt, noch bevor ich meinen ersten eigenen Fernseher besaß. Foren eingerichtet, betreut und Hacks dafür geschrieben. Schreibe seit fast 10 Jahren Internet-Tagebuch bzw. Blog, habe Accounts auf Xing, Facebook, Wer-kennt-wen und weiß der Geier, wo nicht noch alles. Technisch und intellektuell alles kein Problem.
Aber soll ich Euch was sagen? Ich bin’s leid. Ich bin es leid, zehn verschiedene Seiten ansurfen zu müssen, um über auch nur einen einzelnen Menschen auf dem Laufenden zu bleiben. Nun steht auch noch zu befürchten, daß das nette Netzwerk, das ich mir auf Twitter aufgebaut habe, schon wieder zerbröseln wird und ich mir die Einzelteile demnächst auf Google-Wave wieder zusammensuchen muß. Einem Dienst, der sowieso erst weiß-gott-wann überhaupt Normalsterblichen zur Verfügung stehen wird.
Ich bin es so verdammt leid, überall immer wieder von vorne anfangen zu müssen. Ich bin so müde. Irgendwie auch menschenmüde.