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Peinlich.

Oh weh. Da fragt mich jemand nach der peinlichsten Situation, die ich je erlebt habe. “Je erlebt” ist ja immer so eine Sache. Mir fallen speziell zur obigen Frage jedenfalls gleich einige Situationen ein. In den letzten Monaten jedoch war es definitiv das Ziehen der Wundklammern nach der Entfernung der Niere Anfang Dezember.

Es kam eine Schwester in unser Dreierzimmer, begleitet von einer anderen, die das Entfernen solcher Klammern wohl erst noch lernen sollte. Da die Naht eine gute Handspanne lang schräg von meinen Rippen bis fast neben den Hüftknochen reicht, mußte ich mein Nachthemd komplett hochziehen. Man bedenke übrigens, daß ich gerade sieben Wochen zuvor meinen Sohn zur Welt gebracht und eine dementsprechende Oberweite vorzuweisen hatte. So schaute also die “Lernschwester” der erfahrenen Kollegin zu, ließ ihren Blick von oben bis unten an mir herunterwandern und blökte plötzlich quer durch das Krankenzimmer: “Boah, hat die ‘ne Brust! Und das bei der Figur!” Öhm, ja. Besten Dank auch. . Meine Zimmergenossinnen sind jedenfalls fast aus dem Bett gefallen vor Lachen.

(A propos “Sohn”: Es hat ja eine Weile gedauert, seit dem ersten Vierfüßlerstand, aber nun krabbelt er doch endlich los. Zwar noch unbeholfen, aber immerhin. Und die ersten Gegenstände hat er sich auch schon vom Wohnzimmertisch geangelt.)

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