Pralinen revisited
Als ich in einem meiner letzten Beiträge die Pralinen erwähnte, die ich seinerzeit verschenkt habe, kam es, wie es kommen mußte: Ich bekam Appetit auf die Dinger. Nun wollte ich hier das geniale Dessertkochbuch vorstellen, aus dem das Rezept stammt - und stelle fest, daß das Buch gar nicht mehr verlegt wird. *grumpf* Ich hatte es seinerzeit von meiner französischen Ex-Fast-Schwiegermutter zu Weihnachten geschenkt bekommen, und das war Mitte der 90er Jahre. Lediglich auf eBay in Frankreich finde ich zur Zeit eine (bereits abgelaufene) Auktion, wo ein Bild des Buches gezeigt wird. Da die aber auch irgendwann verschwinden wird, poste ich hier einfach mal das Originalrezept samt Titel und Verlag:
“Truffes au Chocolat”, aus “Desserts au Chocolat”, 39 Rezepte
(Verlag: Les Carnets Gourmands)
Zutaten:
300 g Bitterschokolade (Zartbitter geht auch)
2 Eigelb
50g Puderzucker
50g Butter
100g Sahne
1 Päckchen Vanillezucker
4 Eßlöffel Kakaopulver
Zubereitung:
Die Schokolade fein reiben. Die Butter mit dem Puderzucker schaumig schlagen und die Eigelbe hinzufügen. So lange schlagen, bis die Masse schaumig-weiß ist.
Die Sahne mit dem Vanillezucker aufkochen, auf die Eigelbmasse gießen und sofort die geriebene Schokolade hinzufügen. Gründlich schlagen, damit die Schokolade sich mit dem Rest zu einer glatten Masse vermengt.
Diese Creme für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.
Mit einem kleinen Löffel kleine Kugeln von der Masse abstechen und im Kakaopulver wälzen.
Kühl lagern.
Man kann die Pralinen nach Wunsch auch mit Alkohol aromatisieren: Rum, Cointreau, Obstschnäpse, Whisky, Cognac etc. In dem Fall reicht ein Eßlöffel für die oben genannten Mengen. Auch das Kakaopulver kann durch Puderzucker oder Schokostreusel ersetzt werden, um das Aussehen zu variieren. Die Pralinen halten sich im Kühlschrank übrigens maximal ca. zwei Wochen.
Ich mag gerade dieses Dessertbuch so gerne, weil die Rezepte darin sich wirklich auf ein Minimum an Zutaten beschränken und trotzdem - oder gerade deswegen - einfach genial schmecken. Mousse au Chocolat beinhaltet dort z.B. lediglich Eier, Schokolade und eine Prise Salz - und schmeckt besser als jede andere, die ich bisher gegessen habe. (Vorausgesetzt, man nimmt keine Billigschokolade, versteht sich, sondern z.B. Lindt oder Feodora.):
Mousse au Chocolat:
125g dunkle Schokolade
5 Eier
1 Prise Salz
Die Schokolade kleinbrechen und in einem Wasserbad mit zwei Eßlöffeln Wasser schmelzen. Wenn die Schokolade eine glatte Paste wird, das Wasserbad vom Herd nehmen.
Die Eier trennen und die Eigelbe unter ständigem Rühren zur Schokoladenmasse hinzufügen.
Das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen und nach und nach vorsichtig unter die Schokomasse heben, bis eine homogene, schaumige Masse entsteht.
Die Mischung in eine zum Servieren geeignete Schüssel oder einzelne Dessertschälchen füllen und für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.
Dekorieren, servieren - guten Appetit.
Ein anderes Schokoladenkochbuch, das mir prima gefällt, das wir aber noch nicht lange im Haus haben, ist dieser Titel. Hier ist es die Vielfalt, die es mir angetan hat. Von Getränken über warme und kalte Desserts bis hin zu Gebäck und Konfekt ist wirklich alles dabei. Die Pralinenrezepte darin habe ich allerdings noch nicht ausprobiert.