Quo vadis?
Die Alpenziege läßt sich in ihrem heutigen Eintrag über Beziehungen, Karriere, Kinder und deren Kombinierbarkeit aus. Unter anderem schreibt sie:
“Allerdings habe ich nicht den Eindruck, dass sich Männer aufgrund finanzieller Verpflichtung nicht mehr in Beziehungen wagen - ich glaube Bezeihungsangst ist eher ein emotionales Problem als ein finanzielles, bei Männer wie bei Frauen.
Einen pauschalen Lösungsansatz wird im Artikel keiner angeboten, jedoch sollte man mit Altersgenossen über seine Probleme und Ängste sprechen um zu bemerken, dass man nicht alleine ist. Quo vadis, 20 somethings? ”
Da stimme ich zu. Allerdings habe ich auch den Eindruck, daß eine Beziehungen in vieler Hinsicht oft mehr als eine Belastung denn als Bereicherung betrachtet werden. Emotional und finanziell. Der Spieltrieb scheint mir in vielen Fällen einfach zu groß. Der andere Mensch ist nur eine Einschränkung, während man doch viel einfacher und leichter leben kann, wenn man keine festen Bindungen eingeht, keine Verpflichtungen. Soll die Partnerin doch um Himmels Willen ihr eigenes Geld verdienen, sonst müßte man ja mit Verantwortung übernehmen. Und Kinder gar… Ui weh! Keine Discoabende mehr, keine spontanen Besuche bei Freunden, keine laute Musik mehr, keine Kurzurlaube… Plötzlich soll man verzichten—aber wofür und weshalb denn überhaupt? Was “bringt’s”, außer Ärger und einem dünneren Geldbeutel? “Kinder? Nein Danke!” Dann lieber eine lockere Beziehung ohne Nachwuchs, jeder für sich und Gott für uns alle.
Und wenn man das erst mal so ca. 30 Jahre lang gemacht hat, fällt die Umstellung einigen offenbar verdammt schwer.
(Schon mal vorsorglich: Dies ist keine latente Klage über meinen zukünftigen Ehegatten! *g*)