resigniert, stocksauer, einfach fertig
Die Tagesmutter ist natürlich bis Ende der Woche krank. Und ich gehe jede Wette ein, daß sie am Sonntagabend wieder mal kurz vor knapp hier anruft und in die Verlängerung geht.
Die ganzen letzten Wochen habe ich mich an dieser einen Urlaubswoche “festgehalten”, wenn es mir mies ging. Alles, was ich wollte, waren mal ein paar Stunden für mich, ohne Geschrei, ohne Gezappel, ohne Ich-Will, ohne Im-Trippelschritt-Laufen, ohne ständiges Aufpassenmüssen, ohne Etwas-Erledigen-Müssen. Morgens wenigstens zwei- oder dreimal endlich wieder ausschlafen können. Mal in Ruhe etwas essen dürfen, ohne Gezeter, Geschmier und ständiges Aufspringen! Ist das wirklich zuviel verlangt?
Für heute haben meine Eltern beide Kinder bei sich, von Marc organisiert, weil ich gestern abend hier unten im Keller einen halben Nervenzusammenbruch hatte. Aber das ist keine Dauerlösung, und sobald ich die beiden heute abend wieder abgeholt habe, bin ich wieder im selben Zustand wie vorher. Ich mag nicht mehr und ich kann nicht mehr. Und ich will nicht mehr können müssen.