Zukunftsweisend
Eine Debatte in einem Elternforum zum Thema “Pflege durch Angehörige”, insbesondere durch Schwiegertöchter. => Hier
Ich glaube, der Inhalt wird für die nicht allzu ferne Zukunft richtungsweisend sein. In Zeiten, wo der Pflegende seinen eigenen Job und seine eigene Altersvorsorge aufs Spiel setzen muß (ggf. sogar für eine Person, die ihn auch noch geringschätzt und schikaniert) geht eigentlich kein Weg an einer angemessenen Entschädigung vorbei. Sei es nun direkt vom Staat oder durch eine Umverteilung des Familieneinkommens sowie der Sozial-, Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungsbeiträge des Hauptverdieners.
Wenn es dem Partner ebenfalls finanziell an den Kragen geht, überlegt er sich vielleicht, ob er nicht lieber auch einen aktiven Beitrag zur Betreuung leistet, statt es sich auf Kosten des anderen bequem zu machen. Und vielleicht wächst dann auch mal das Bewußtsein dafür, was diese Frauen emotional, organisatorisch, zeittechnisch und physisch leisten und opfern. Nicht umsonst ist die Pflege von Angehörigen oft der Hauptgrund für das Scheitern einer Ehe und den Burn-Out des Pflegenden.
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Nachtrag
Sehr schön auch das Fazit der ursprünglich Schreibenden am voraussichtlichen Ende der Diskussion:
Ich fühlte mich weniger vereinnahmt von gesellschaftlichen Normen und Wertvorstellungen, wenn ich für diese Arbeit bezahlt werden würde, denn nur dann ist sie das was sie ist, nämlich etwas, dass ich freiwillig tue und/oder aus wirtschaftlichem Zwang heraus. Es ist nur noch eine Arbeit und keine moralische Verpflichtung, die mir von Dritten aufoktroyiert ist.