Vielleicht doch lieber ‘nen Frosch?
Saskia hört im Radio, daß ein echter Prinz geheiratet hat und will Bilder sehen. Enttäuschter Kommentar: “Der sieht ja aus wie ein normaler Mensch!” *g*
Von mir hat sie das nicht.
Saskia beim Abendessen:
- “Vier mal fünf ist… zwanzig.”
- “Stimmt. Hast Du gerade 20 Kartoffeln auf Deinem Teller, oder wie kommst Du darauf?
”
- “Nein, aber zwei mal fünf ist zehn. Und zwei mal zehn ist zwanzig. Und in jeder Zehn ist zweimal eine Fünf. Das sind dann vier Fünfen. Und das ist dann auch zwanzig.”
Ähm, ja. Kind ihres Vaters, würde ich sagen. Ich bin ja mehr so von der Buchstabenfraktion. ^^
Pferdebesessen
Auf dem Weg vom Reitstall nach Hause.
Saskia: “Mama, kannst du mir zu Hause einen Eimer mit Wasser geben?”
Meinereine: “Einen Eimer Wasser? Warum das denn?”
Saskia: “Ich will auch mal trinken wie ein Pferd!”
Kein Zweifel. Das Kind ist pferdesüchtig. ^^
Sechs

Heute vor sechs Jahren kam sie zu uns, unsere kleine Saskia. Inzwischen ist sie mit 1,20 Meter gar nicht mehr so klein. Sie ist selbstbewußt, nachdenklich, lustig, tierlieb, pferdebegeistert, wißbegierig bis zum Geht-nicht-mehr. Entsprechend verstecken sich in den Geschenken neben dem Reithelm eine Reithose und -weste, ein Erstlesebuch mit einer Pferdegeschichte, eine Armbanduhr mit Pferdemotiv sowie zwei weitere Bücher, die von den Großeltern kommen und von denen ich mich selbst überraschen lasse.
Nachher gibt es erstmal Frühstück mit Erdbeer-Sahne-Geburtstagstorte. Nach dem Kindergarten geht’s dann heute Nachmittag zur Phänomenta, und nächste Woche fängt der “echte”, lange Reitkurs an - das einzige Geschenk, das wir nicht einpacken konnten, aber vermutlich dasjenige, das am meisten ersehnt wurde. *g*
Ich hab’ Dich lieb, meine Große! Du bist die beste Tochter der Welt!
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Geburtstagspräludium
Da Saskia seit ca. anderthalb Jahren bei jeder entsprechend bevölkerten Weide “Oooooohhh, Pferdeeeee! Schööön!” ruft *), durfte sie letzte und diese Woche endlich Probereitstunden nehmen:

Die Pferde werden geputzt, gestriegelt und gestreichelt.

Auf geht’s zum Longierplatz.

Eine Runde zum Warmwerden. Das Tier heißt übrigens Annika.

Im Schritt, auf Knien, mit ausgestreckten Armen

Auch drei Kinder auf einem Pferd sind für die Tiere kein Problem.

Stehend auf dem Pferd, im Schritt

Die sogenannte “Fahne”

Tobias macht Trockenübungen. *g*

Im Laufschritt hinter Annika her
Nun ist es also beschlossen: Saskia bekommt zum Geburtstag Reitstunden. Und natürlich noch ein paar andere Pferdekleinigkeiten. Überraschungen gehören ja schließlich auch zu Geburtstagen dazu. ![]()
*) Meine Reaktion ist da eher: “Aha. Pferde. Schön.” Während Marc die Tiere immerhin mit Niesanfällen und Atemnot kommentiert. ^^
Gesundheitsamt
Saskia ist nun auch offiziell schulfähig. Und bekam einen besonders guten Sprachgebrauch bescheinigt. Fein.
Privatsphäre
“Ich will duschen! Alleine!”
Die Zeit des Abbrausens in der Badewanne ist zumindest bei Saskia wohl vorbei. Gefragt ist jetzt die große Dusche, die auch ich benutze. Beim ersten Mal durfte ich noch helfen. Beim zweiten Mal, gestern, durfte ich nur die Temperatur richtig einstellen und verließ danach das Badezimmer. Fünfzehn Minuten später hatte ich eine saubere, wieder trockene und nach Seife duftende Tochter vor mir stehen. :o)
Aschenbrödel
“Aschenbrödel” war vor ca. 35 Jahren mein absolutes Lieblingsmärchen. Und es ist auch beim Vorlesen noch immer eins der Top 5 für mich. Eine ganz neue Dimension nahm es jedoch an, als ich es vor ein paar Tagen Saskia vorlas. Sie stellte nämlich Fragen. Nämlich sinngemäß:
1. Warum macht der Vater nichts, wenn die Stiefmutter Aschenbrödel so fies behandelt?
2. Wenn der Vogel auf dem Grab Wünsche erfüllen kann, warum wünscht sich Aschenbrödel nur Kleider?
3. Warum mußten die Täubchen dem Prinzen auch bei der zweiten falschen Braut erst noch sagen, daß es die falsche ist? Warum guckt er nicht gleich selber hin, ob es wieder blutet?
Ähm, tja. Gute Fragen. Nächste Frage!? *g*
Einseitig
Saskia hat im Kindergarten eine “Freundin”, nennen wir sie X. Und X. sorgt derzeit wohl ein wenig für Kummer. Die beiden Mädchen haben zwar lockeren Kontakt, X läßt sich auch oft genug zum Mitmachen überreden, aber die Initiative für gemeinsame Aktivitäten/Spiele geht wohl immer nur von Saskia aus. Saskia wird zu Xs üblicher Clique nie hinzugebeten. Bis auf eine einzige Einladung im letzten Jahr, bei der ich aber vermute, daß eher Xs Mutter bzw. das Pflichtgefühl dahintersteckte.
Da X. ansonsten recht umtriebig zu sein scheint, muß Saskia wohl der Tatsache ins Auge blicken, daß ihre Zuneigung nicht auf Gegenseitigkeit beruht bzw. bei X nicht so stark ist wie bei ihr. Mir tut’s leid für meine Lütte, aber erzwingen kann man halt nichts. Diese Lektion muß wohl auch in jedem Leben mindestens einmal durchgenommen werden. *seufz*
Strafe muß sein
Auf dem Weg zum Friseur betrachten die Kinder und ich die Fassaden der Häuser. An einer von ihnen hängt knapp unter einem festlich beleuchteten Fenster noch ein Weihnachtsmann und baumelt leise im Luftzug hin und her. Die beiden schauen sich das Spektakel ein paar Sekunden an und ich sage grinsend: “Guckt mal, der kommt da nicht rein!” Daraufhin die trockene Antwort meiner fünfjährigen Tochter: “Oder sie haben ihn da aufgehängt, weil ihnen die Geschenke nicht gefallen haben.”
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