Aventsaklender

Bei dem Wort hapert es dann beim Töchterchen doch noch ein wenig. *g*

Gemeint ist natürlich ein… Adventskalender. Und ja, die Türchen gehen erst dann auf, wenn mein Server das richtige Datum meldet. Is nix mit Mogeln. grin


Arme Uschi!

Da am Montag bereits die Eingewöhnungsphase für Saskia und Tobias bei der Tagesmutter beginnt, war Uschi (so heißt sie) heute bei uns, um die Verträge endgültig unter Dach und Fach zu bringen.

Sie hat, glaube ich, direkt einen Eindruck davon bekommen, was sie demnächst evtl. erwarten könnte. *g* Bei ihrer Ankunft um 17:00 Uhr war Tobias schon ziemlich müde und dementsprechend quengelig. Ständig stand er an meinem Stuhl und zerrte kreischend an meiner Hose, damit ich ihn auf den Arm nahm. Schwierig, dabei Verträge auszufüllen, zumal das Töchterlein dann auch noch einen Großangriff auf die angebotenen Lebkuchen startete und ihre schoko-verschmierten Finger immer wieder anklagend in mein Gesicht schob, damit ich sie reinigte.

Es kam wie es kommen mußte: Saskia bekam ruckzuck Bauchschmerzen von dem ungewohnten Zeug. Schrie in Intervallen auf und ließ sich nicht mehr beruhigen. Auf die Toilette wollte sie auch nicht, aber auch keine Windel um - um Himmels Willen, nur das nicht! hmmm OK, auch Uschi war der Ansicht, wir sollten die Kleine doch untenrum einfach nackt herumlaufen lassen. Gesagt, getan. Mittendrin immer noch der kreischende Tobias und die jungfräulich unausgefüllten Formulare. Plötzlich macht es “plitsch-platsch-RUMMS!” Saskia hatte unter den Küchentisch gepieselt und war natürlich prompt in der Pfütze ausgerutscht. Schöne Gre auch, liebe Tanja쟅 *g* Tobias schaute sich den Schlamassel an und spurtete gleich los. Flüssigkeiten aller Art ziehen ihn magisch an. (Eine Tatsache, der ich neuerdings auch die Erkenntnis verdanke, daß Lego tatsächlich schwimmt. Zum Beispiel in der Toilette.)

Uschi krallte sich geistesgegenwärtig den protestierenden Tobias, während ich den See unter dem Tisch beseitigte. Saskia schrie noch immer. Ich beschloß, sie sicherheitshalber doch lieber wieder mit Windel, Unterhose und Strumpfhose zu versehen. Während sie sich langsam beruhigte, füllten Uschi und ich im Rekordtempo die Formulare aus und Tobias grabschte sich fröhlich quiekend den Pfennigbaum von der Küchenfensterbank. Saskia fing wieder an zu schreien…

Wie wir die Formulare doch noch ausgefüllt bekamen? Keine Ahnung, aber irgendwie hat es geklappt. Gottseidank. Denn bei dem heutigen Theater stand fast zu befürchten, daß Uschi sich nachträglich besinnen und ihre Unterschrift unter dem Betreuungsvertrag verweigern würde. Ich an ihrer Stelle hätte panikartig die Flucht ergriffen. *g* Doch oh Wunder, sie stand zu ihrem Wort. Und so werden meine Kinder nun also in den kommenden drei Wochen jeweils 10 Stunden bei ihrer neuen Tagesmutter verbringen, bevor sie im Januar an drei Tagen pro Woche dort von morgens bis nachmittags betreut werden.

Es werden Wetten angenommen, wer länger durchhält. Die Tagesmutter oder Saskia und Tobias? *g*


Nur mal der Vollständigkeit halber

Ob unsere Kinder denn nie krank würden, wurde ich von einem aufmerksamen Leser gefragt.

Na aber sicher doch. Mit jeweils fünf Monaten hatten beide einen Magen-Darm-Infekt. Scheint wohl das typische Alter für sowas zu sein. Mit Saskia war ich eine Woche in der Kinderklinik, bei Tobias war das gottseidank nicht notwendig. Als Tobias ca. drei Monate alt war, knackste Saskia sich einen Mittelfußknochen an, als sie auf einem Ball ausrutschte. Sie bekam einen Gips, die Sache war nach 10 Tagen erledigt. Ca. drei Monate später fuhr ich mitten in der Nacht mit Tobias in die Kinderklinik, weil er drei Stunden am Stück gebrüllt hatte. So kannte ich ihn ja nun gar nicht. Gefunden wurde nichts, es kam bisher auch nicht wieder vor. *klopfaufholz* Ja, und dann hat sich Saskia vor ca. drei Wochen an einem Samstagmorgen zweimal bei uns ins Ehebett erbrochen. (Nee, kein Familienbett. Dabei würden Marc und ich irre. Aber sobald Saskia wach ist, kommt sie zu uns rüber. Gottseidank meist nicht vor sieben Uhr, wenn wir eh bald aufstehen müssen.) Mit zweimal Kübeln war die Sache offenbar aber auch erledigt. Sie war noch zwei Tage lang etwas bleich, ansonsten aber fit. Keine Ahnung, was das war. Zum Arzt sind wir deshalb jedenfalls nicht gegangen. Ja, und gestern abend fuhr Marc mit ihr wieder mal in die Kinderklinik, da alles auf eine Harnwegsinfektion hindeutete. Nun bekommt sie ein Antibiotikum. Eine Erkältung hatte natürlich auch jeder von beiden schon ein- oder zweimal.

Stimmt. Irgendwie geht das alles hier im Blog so ziemlich unter. In dem Moment hat man eben Wichtigeres zu tun - und danach ist es dann schon wieder uninteressant, weil längst nicht mehr aktuell. Aber: Doch, ja, unsere Kinder werden auch ab und zu mal krank. grin


Mythen müssen draußen bleiben.

Die Schnullerfee durfte bei uns nicht rein. Der Weihnachtsmann bzw. das Christkind übrigens auch nicht.

Wenn der Zauber von Weihnachten sich für Kinder tatsächlich darin erschöpfen sollte, ihnen einzureden, die Geschenke würden von einem fliegenden Greis im roten Mantel gebracht, der zu dämlich ist, die Haustür zu finden und der stattdessen durch den Schornstein kracht… Ja dann könnte man doch aufhören zu feiern, sobald sie die Wahrheit raus haben?

Falls aber doch mehr an Weihnachten dran sein sollte, als dieser ach so niedliche Kinderglaube - der sowieso in absehbarer Zeit unweigerlich zerstört werden wird - dann kann man es doch auch gleich richtig erklären und dem Nachwuchs die Schmach ersparen, im Kindergarten bei den Gleichaltrigen irgendwann als naives Dummchen dazustehen.

Der Weihnachtsmann ist platt


‘Nem geschenkten Gaul… Oder: Gut gemeint vs. gut gemacht

Sind die Kinder noch klein, wird man als Eltern zu allen Festlichkeiten wie Geburtstagen und Weihnachten gefragt, welche Kleidung denn gerade gebraucht wird.

Ehrlich gesagt wundert mich das. Denn egal, welche Antwort man dem Fragenden gibt - es kommt immer anders als man denkt / möchte / es brauchen kann. Und damit meine ich nur am Rande, daß man die dritte Winterjacke geschenkt bekommt, “weil sie mir im Geschäft so gut gefiel”, obwohl das Kind tatsächlich Pullover oder Strumpfhosen gebrauchen könnte. Ebensowenig möchte ich von den Hosen berichten, die für jungentauglich befunden werden, weil sie doch immerhin dunkelbraun sind. Trotz der unübersehbaren Blumenapplikation am Bein. Kein Drama. Kann man immerhin anziehen. Aber…

Nehmen wir z. B. die Geburt eines Kindes. Kinder, so kann man allerorten kostenlos nachlesen, werden im allgemeinen mit einer Länge zwischen 50 und 60 cm geboren und wachsen zumindest zu Anfang bekanntermaßen rapide. Das heißt also, daß man mit Kleidungsgröße 62 als Geburtsgeschenk nicht allzu falsch liegen kann, denn es wird in der Tat nur wenige Wochen dauern, bis das Baby dort tatsächlich hineinpaßt. (Kinderkleidungsgrößen sind in Deutschland nämlich identisch mit der Kindeslänge in Zentimetern.)

Nun meinen allerdings viele Schenkenden, besonders vorausschauend sein zu müssen, weil sie schon mitbekommen haben, daß frischgebackene Eltern eben gerade wegen der oben genannten Gründe viel in den Größen 50 bis 62 geschenkt bekommen und ab Größe 68 alles selber kaufen müssen. Folglich werden als besonders originelles Geschenk Kleidungsstücke in Größe > 62/68 besorgt.

Diese Sache hat nur leider einen Haken: Bis ein Kind in Größe 74 paßt, kann - je nach Kind - gut und gerne mehr als ein halbes Jahr vergehen. Wachstumskurven verlaufen nämlich mitnichten linear. Im Prinzip kein Problem, denn Kleidung verdirbt ja nicht. Nur: Dummerweise wird von den “vorausschauenden” Schenkern dabei aber allzu häufig der Jahreszeitenwechsel übersehen. Was zur Folge hat, daß das im Oktober geborene Kind vermutlich erst im Juli oder August in den tollen Schneeanzug paßt, den die wohlmeinenden Verwandten der Familie zur Geburt zukommen ließen.

Zu den diversen Geburtstagen geht es dann mit ähnlicher Logik weiter. Die nun schon etwas versierteren Eltern werden gefragt, was das Geburtstagskind denn aktuell gerade gebrauchen kann. Jede konkrete Antwort wird jedoch ignoriert und die Eltern beschenkt mit Kinderkleidung in der nächsten oder gar übernächsten Größe. Mit dem Argument, daß das Kind dann länger etwas davon hätte, weil es ja “noch hineinwachsen” kann. Blöd für die Eltern, die natürlich dachten, man würde die konkreten Wünsche erhören, und die deshalb selbst erst einmal davon abgesehen haben, in der tatsächlich benötigten Größe neue Kleidung zu besorgen.

“Kann man ja umkrempeln”, könnte man nun einwenden. Ja. Die Hosenbeine schon. Das ändert aber nichts an der Tatsache, daß das Kleinkind seine “Reinwachs-Hose” beim Krabbeln schlichtweg hinter sich auf dem Boden liegen läßt, weil es in den Bund noch lange nicht hineinpassen wird. Außerdem sammelt sich in umgekrempelten Hosenbeinen und Pulloverärmeln Staub und Sand - und der Stoff wird am Knick überstrapaziert. Das sieht dann ziemlich besch…eiden aus, wenn man die Hose wieder auf ihre eigentliche Größe verlängert. Bis sie endlich paßt, ist sie also im Grunde schon hin. Darüberhinaus ist Stehen- und Laufenlernen sowie Klettern in ständig rutschender Schlabberkleidung geradezu gefährlich, weil das Kind die Stolperfalle quasi permanent am Körper trägt. Ganz davon abgesehen, daß die schönen dicken Winterhosen “zum Reinwachsen” dem Kind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder mal erst im Mai oder Juni richtig passen werden. Oh ja, das Kind hat lange was davon… Nur wohl fühlt es sich ganz sicher nicht.

Fazit: Bitte, liebe Schenker, wenn Ihr schon die Eltern eines Kindes fragt, in welcher Größe aktuell Kleidung gebraucht wird, dann schenkt doch auch bitte genau diese Größe. Oder schaut Euch wenigstens die Wachstumskurven der WHO an, um abschätzen zu können, welche Größe dem betreffenden Kind zu welcher Jahreszeit passen wird.

Alles andere ist doppelt rausgeschmissenes Geld, denn die geschenkte Kleidung kann nur wenig bis gar nicht getragen werden und die beschenkten Eltern müssen dann doch selber kaufen, was tatsächlich benötigt wird. Gut gemeint und gut gemacht sind nämlich leider auch hier zwei verschiedene paar Schuhe. Wortwörtlich.


65,95 Euro

Kinderschuhe Gre 25


No urban legend

Extra für Tanja und Melody:

Kuchen gesucht!!! Ohne Gluten/Kuhmilch/Ei/Zucker”

‘nuff said. *ROFL* tongue laugh


Muß ich nicht begreifen

Warum meine Tochter sich neuerdings am liebsten von Joghurt, Äpfeln und Bananen ernährt und warum bei Tobias ausgerechnet Backpapier der “Lebensretter” in Krisen aller Art ist. Ich sehe einfach nur zu, daß wir von allem ausreichend im Haus haben und mache mich/uns jetzt einkaufs- und spielplatzfertig. Mit ‘ner Banane und ‘nem Bogen Backpapier in der Tasche, versteht sich…


Ab und an gehe ich unter die Hacker.

Parent Hacks. Eine umfangreiche Sammlung von Tips von Eltern für Eltern in allen möglichen und unmöglichen Situationen.

Gerade war ich wieder dort, weil ich nach einem Tip suchte, wie man einem unwilligen 8 Monate alten Baby die Beikost schmackhaft machen könnte. Leider scheint bei Tobias derzeit nämlich keiner meiner eigenen Tricks zu fruchten. Beikost ist ihm nach wie vor ein Greuel. Hatte Saskia mit 9 Monaten bereits komplett auf Brei und z.T. auch feste Nahrung umgestellt, will ihr Bruder von dieser Art von Lebensmitteln noch immer überhaupt nichts wissen.

Ich sehe es schon kommen: Bis Tobias für etwas anderes als Säuglingsmilch Interesse zeigt, kann er wahrscheinlich sitzen, hat Zähne und steigt gleich mit einem Wurstbrot ein, statt mit Gemüsebrei. Nun ja. Verdenken könnte ich es ihm nicht, wenn ich mir den Pamps so anschaue…


Heiliger Strohsack!

Saskia fährt nun “richtig” Dreirad - vorwärts und rückwärts. Und sie singt seit einigen Tagen plötzlich auch. Vorzugsweise ihre höchst eigene Version von “Der Kuckuck und der Esel”. *g*

Tobias schiebt sich seit heute rückwärts durch die Wohnung. Was mich an diesen alten Eintrag erinnert.

Kinners, wie die Zeit vergeht! ;o)



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